Wasserfälle, Wale und vieles mehr…

Wasserfälle, Wale und vieles mehr…

Viele Grüße von Hawaii! Der Ausflug zu den Wasserfällen war perfekt organisiert, denn wir hatten Arabelle, die vor 16 Jahren nach Maui ausgewanderte Hochzeitsplanerin aus Hamburg, als „Reiseleiterin“ an Bord. Mehrere Wasserfälle verstecken sich im dichten Dschungel, die selbst im „Lonely Planet“ nicht erwähnt werden. Die Wanderung zu den Wasserfällen führt durch spektakulären Urwald. Ein Baumriese reiht sich an den nächsten. Wahnsinn, wie hoch die Bäume hier wachsen! Bei den “Twin Falls“ nehme ich ein erfrischendes Bad, auch wenn sie derzeit nicht allzu viel Wasser führen, denn Regen gab es schon länger nicht mehr. Auf der Rückfahrt halten wir bei „Jaws“, dem berüchtigten Surfspot. Die meisten Touristen kennen nur „Hookipa“, den Surfspot, der direkt von der Straße aus zu erkennen ist. Arabelle aber kennt die versteckte Einfahrt zu „Jaws“, und als wir dort ankommen, trauen wir unseren Augen kaum. Von einem Jetski wird im Licht der untergehenden Sonne gerade ein Top-Surfer in die gigantischen Wellen gezogen. Zumindest empfinden wir die sieben Meter hohen Wellen als gigantisch, aber Arabelle weiß zu berichten, dass sie an manchen Tagen satte 20 (zwanzig!!!) Meter Höhe erreichen. An diesen Tagen kommen dann Reporter aus der ganzen Welt und berichten über die wagemutigen Wellenreiter, die auch vor 20-Meter-Wellen nicht zurück schrecken!

Am nächsten Tag steht eine weitere besondere Aktion auf dem Plan: Arabelles Ehemann Greg besitzt ein schönes Boot, und mit diesem geht es raus zu den Walen. Bis auf 100 Meter darf man sich ihnen nähern, mehr ist aus Naturschutzgründen verboten. Gut so! Es ist schon sehr erhaben, die sanften Riesen so nah sehen zu können – auch wenn man meist nicht mehr als die Rückenflosse sieht. An der kleinen Insel Molokini erleben wir dann aber etwas, das selbst unser Captain in all seinen Jahren auf dem Wasser noch nicht erleben durfte: Neun ausgewachsenen Wale kreisen um unser Boot und nähern sich bis auf etwa 30 Meter. Dabei stoßen sie ständig Wasserfontänen in die Luft. Leider möchte keiner der Wale für ein Foto aus dem Wasser springen, aber das Fotografenleben ist nun mal bekanntermaßen kein Wunschkonzert.

Auf der Rückfahrt stellen wir dann alle fest, dass wir doch eindeutig zu viel Sonne abbekommen haben, aber sich nun in den Schatten zu verstecken ist nicht drin, denn am späten Nachmittag steht ein Fotoshoot mit einem Paar aus Toronto/Kanada an. Die beiden sind zwar sehr nett, empfinden sich aber beide – völlig unberechtigt! – als enorm unfotogen und wollen zudem um spätestens 18:30 im Irish Pub sein – schließlich ist heute St. Patrick´s Day. So verbleiben uns nur rund 20 Minuten zum Fotografieren. Und auch die Sonne meint es heute nicht gut mit mir, denn sie versinkt heute nicht im Meer, sondern verschwindet viel zu früh hinter einer dichten Wolkenwand. Am Samstag wird das kanadische Paar dann auf dem Haleakala-Krater heiraten. Bitte drückt uns die Daumen, dass das Wetter dort oben dann besser ist als bei unserem ersten Besuch!

Auch wenn das für alle, die nicht mit uns vor Ort sind, sicher sehr komisch klingt: Zum bewussten und ausgiebigen Fotografieren bleibt mir hier keine Zeit, denn der Drehplan ist straff – auch wenn die meisten Aktionen sicher nach purem Freizeitvergnügen klingen. Mal eben eine halbe Stunde auf das passende Licht für das perfekte Foto warten – nicht dran zu denken. Aber wir sind ja auch nicht im Urlaub, sondern auf Recherchereise, und das fällt nun mal unter den Begriff „Arbeit“ – auch wenn diese auf Maui zugegebenermaßen durchaus erträglich ist… 😉

Viele Grüße von Hawaii,

Sabrina & Torsten

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